14.08.2026 | 3 Bilder

150 Jahre Kommunalbetriebe: Neues Buch erzählt die Geschichte hinter Innsbrucks Versorgung

„Versorgen – Verändern – Verbinden / Innsbrucker Kommunalbetriebe im historischen Spannungsfeld“ © IKB

v.l.n.r.: Dr. Alois Muglach (IKB-Vorstandsmitglied), Ing. Mag. Anzengruber Johannes, BSc (Bürgermeister Innsbruck), Autorin Sabine Pitscheider, Ing. Mag. (FH) Christian Nagele (IKB-Vorstandsmitglied), Dr. Thomas Pühringer (IKB-Vorstandsvorsitzender)

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Historikerin Sabine Pitscheider zeichnet in „Versorgen – Verändern – Verbinden“ 150 Jahre Innsbrucker Infrastrukturgeschichte nach – von den frühen Versorgungsbetrieben bis zur heutigen IKB.

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Historikerin Sabine Pitscheider zeichnet in „Versorgen – Verändern – Verbinden“ 150 Jahre Innsbrucker Infrastrukturgeschichte nach – von den frühen Versorgungsbetrieben bis zur heutigen IKB.

Wasser aus der Leitung, Strom aus der Steckdose, eine funktionierende Kanalisation und Abfallentsorgung gehören heute selbstverständlich zum Alltag in Innsbruck. Dahinter steht eine Infrastruktur, die über Generationen aufgebaut und laufend an neue Anforderungen angepasst wurde. Heute übernimmt die IKB die zentrale Aufgabe der Ver- und Entsorgung. Wie diese Strukturen in den vergangenen 150 Jahren entstanden sind und welche Einflüsse sie geprägt haben, zeigt die Historikerin Sabine Pitscheider in ihrem neuen Buch „Versorgen – Verändern – Verbinden. Innsbrucker Kommunalbetriebe im historischen Spannungsfeld“.

Wie sich Versorgung mit der Zeit verändert
Die Geschichte eines öffentlichen Versorgungsunternehmens ist untrennbar mit der Entwicklung seiner Stadt verbunden. Anders als bei einem primär auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Unternehmen bestimmen nicht allein wirtschaftliche Überlegungen seinen Weg. Politische Entscheidungen, gesellschaftliche Veränderungen, technische Entwicklungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wirken unmittelbar auf Aufgaben, Organisation und Investitionen ein. Gerade dieses Zusammenspiel macht die Geschichte der Innsbrucker Versorgungsbetriebe so facettenreich.

Wie weit manche Grundlagen der heutigen Versorgung zurückreichen, zeigt etwa die Innsbrucker Trinkwasserversorgung. „Bereits vor mehr als hundert Jahren wurde mit der Hochdruckwasserleitung in Mühlau die Grundlage für eine sichere und hygienisch einwandfreie Trinkwasserversorgung geschaffen, die mit dem Ausbau der Mühlauer Quelle mit Abschluss der Arbeiten 2025 ihre Fortsetzung fand. Solche Entscheidungen zeigen, mit welchem Weitblick die Infrastruktur unserer Stadt über Generationen hinweg entwickelt wurde und wird“, sagt Bürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber, BSc.

Von Brunnen und Gasfabrik zur heutigen IKB
Pitscheider beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte der Innsbrucker Versorgungsbetriebe und hat zuvor deren Rolle während des Nationalsozialismus aufgearbeitet. In ihrem aktuellen Werk zeichnet sie die Entwicklung anhand konkreter Veränderungen im Innsbrucker Alltag nach: von Brunnen zum Leitungswasser, von Ritschen zur Kanalisation und Kläranlage, von der Gasfabrik zu den ersten E-Werken sowie von Müllplätzen im Stadtgebiet bis zur heutigen Abfallwirtschaft. Auch weniger bekannte Kapitel finden Eingang in das Buch. „Der Achensee etwa spielt in der Geschichte der Innsbrucker Versorgung eine wichtige Rolle – und steht beispielhaft für Zusammenhänge, die heute kaum noch bekannt sind. Im Buch werden diese Geschichten wieder sichtbar“, erklärt Historikerin Sabine Pitscheider.

Für die IKB schafft das Buch damit erstmals eine umfassende Darstellung ihrer Geschichte und jener ihrer Vorgängerorganisationen. „Sabine Pitscheider hat mit großer Sorgfalt recherchiert und die vielen Facetten unserer Geschichte in einem Werk zusammengeführt. Dafür gebührt ihr großer Dank. Dieses Buch ist ein wichtiges Monument der IKB-Geschichte und bewahrt sie auch für kommende Generationen“, betont IKB-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Pühringer.

„Versorgen – Verändern – Verbinden. Innsbrucker Kommunalbetriebe im historischen Spannungsfeld“ ist im Haymon Verlag erschienen.

Über die Autorin
Sabine Pitscheider ist Historikerin beim Wissenschaftsbüro Innsbruck e.V. Ihre Forschung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der österreichischen und Tiroler Zeitgeschichte, insbesondere mit dem Nationalsozialismus und dessen Vor- und Nachgeschichte. Mit der Geschichte der Innsbrucker Versorgungsbetriebe setzt sie sich bereits seit ihrer Aufarbeitung der NS-Zeit auseinander.

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Kontakt

001 Thomas Pühringer (Vorstand)

Dr. Thomas Pühringer
Vorsitzender des IKB-Vorstandes
T: 0512 502-5300
M: thomas.puehringer@ikb.at


XX_ Gabi Egger (Marketing und PR)
Dr. Gabriele Egger
Leitung Marketing und PR
T: 0512 502-5557
M: gabriele.egger@ikb.at